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Der perfekte Campinggrill

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Sobald die Tage länger werden, beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres: die Grillsaison. Kräftig angebraten oder sanft gegart kommen schamackhafte Speisen mit einzigartigem Röstaroma auf den Teller. Rund 40 Tage pro Jahr grilliert der Schweizer im Durchschnitt. Das Schlanser Magazin stellt im Grill Vergleich die drei typischen Befeuerungsarten vor.

Eine der schönsten Sommerfreuden

Grillieren ist beliebt. Darin herrscht Einigkeit. Die Geister scheiden sich jedoch an der Frage, ob ein Gasgrill oder ein Holzkohlegrill zum besseren Ergebnis führt. Die einen schwören auf das typische Holzkohlearoma, während die anderen die leichte Handhabung am Gasgrill loben. Unabhängig vom Energieträger erlaubt Grillieren weit mehr Zubereitungsarten als das Rösten von Fleisch, Fisch und Gemüse. Profis nutzen indirekte Hitze, mit der sie langsam und bei kontrollierten Temperaturen garen. Im Smoker erhält das Grillgut das würzige Raucharoma schwelender Hartholzspäne. Auf Grillwettbewerben sehen Sie sogar, wie Desserts im Campinggrill entstehen. Mit dem richtigen Equipment sind die Möglichkeiten scheinbar unbegrenzt.

Grill Vergleich: Holzkohlegrill

Ferraboli Grill Barbecue CIAOHolzkohlegrills sind als Tischgerät mit doppelwandigem Metallgehäuse erhältlich. Bei den Grills des Herstellers Cobb liegt die Brennkammer in einer Aussenschale. Im Betrieb bleibt das Grillgerät von aussen kühl. Das erlaubt die Verwendung an jeden Ort im Freien. Mit einem Durchmesser ab 30 cm grillieren Sie für ein bis zwei Personen. Ausser Cobb bietet auch Feuerdesign diese Ausführung an. Ebenso bequem in der Handhabung ist der Säulengrill von Enders, der sein Standbein für die Frischluftzufuhr nutzt. Mit rund 50 cm Durchmesser passen schon mehr Steaks auf den Rost. Für Camper mit wenig Stauraum ist ein Klappgrill optimal. Ein Koffergrill fällt mit seinem geringen Packmass im Gepäck ebenfalls angenehm auf. Achten Sie beim Kauf auf eine stabile Ausführung für lange Freude am Campinggrill.

Holzkohlegrill und Nachbarn

Der Holzkohlegrill ist die archaische Art des Grillierens. Leider auch die, weswegen es häufig zu Streitigkeiten wegen heftiger Rauchentwicklung kommt. Wo jetzt Türen und Fenster offenstehen, hängt der Geruch tagelang in der Luft. Glücklicherweise erfährt das Grillieren auf dem Campingplatz eine höhere Akzeptanz, sodass jeder nach Herzenslust seinem Vergnügen nachgehen kann. Trotzdem lassen sich Vorkehrungen treffen, die Emissionen spürbar zu reduzieren. Im Grill Vergleich zeigten sich dafür Lösungen.

Der Duft von Grillgut, besonders aber von Grillkohle, kann Ihre Camping Nachbarn verärgern
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Campinggrill rauchfrei in Brand setzen

Das Anzünden ist beim Holzkohlegrill eine knifflige Angelegenheit. Grillfreunde prüfen zunächst die Windrichtung, bevor sie entscheiden, wo sie den Campinggrill aufstellen. Ausreichend Luftzufuhr verkürzt die Zeit, bis das erste Grillgut auf dem Rost liegt. Je nach Bauart beschleunigt der Holzkohlegrill selbst den Vorgang. Dafür ist eine regulierbare Belüftung erforderlich, die geschlossen wird, sobald die Kohle rundum weiss glüht. Da sich diese Öffnungen im Boden befinden, kann immer etwas Glut austreten. Eine Fangschale verhindert Brandflecken im Rasen oder auf der Terrasse. Einfache Ausführungen ohne Luftzufuhr lassen sich raucharm mithilfe eines Kohlestarters befeuern.

Esbit- oder Kokosfaser-Blöcke bringen die Flamme zur Kohle und die umlaufenden Luftlöcher erzeugen einen Kamineffekt, der die Vorbereitungszeit erheblich verkürzt.

Grills im Vergleich: Der Gasgrill

Von unten arbeitet ein Campinggrill wie der andere: mit Hitze. Den Unterschied macht der Deckel. Er verwandelt die heisse Feuerstelle in einen Umluftgrill, der köstliche Speisen zaubert. Regulierbare Belüftung und das Thermometer im Deckel erlauben volle Kontrolle. Hersteller wie Cadac gehen bei der Konstruktion noch weiter. Verschiedene Grillplatten für Fisch, Fleisch und Gemüse, oder der Einsatz für den Topf verwandeln den Campinggrill in einen Allrounder. Dazu noch nahezu emissionsfrei durch den Gebrauch von Gas. Mit einem Klappdeckel sind die TGO Gasgeräte ausgestattet. Das bringt Vorteile beim Packen. Die handlichen Geräte wie der Mini Boss oder der Lavasteingrill sind schnell aufgebaut und ebenso rasch eingepackt. Einige Grills wie die Enders Kansas Reihe oder die Grills der Enders Monroe Serie sind praktische Aussenküchen mit viel Zubehör. Haben Sie im fahrenden Wohnmobil oder Wohnwagen genug Platz, ersetzen diese Grillgeräte auf Wunsch den Campingkocher – gutes Wetter vorausgesetzt.

Enders Gasgrill Monroe Turbo 3 S

Versorgung in der Praxis

Für das Grillieren mit Gas hat der motorisierte Camper bereits alles an Bord. Der Handel liefert Ausführungen für Flaschengas und Gaskartuschen. Mit einer 5 kg oder 11 kg Gasflasche befeuern Sie schon eine Grillstation. Enders und TGO Gasgeräte sind mit 50 mbar Anschluss ausgestattet, Cadac erweitert die Palette zusätzlich um 30 mbar. Luxus-Ausführungen laufen auf leichtgängigen Rollen, bieten Ablagefläche und eine Halterung für die Gasflasche. Bei kompakteren Modellen steht das Gas an der Seite. Viele Geräte bestechen durch eine angenehme Arbeitshöhe. Für den mobilen Ausseneinsatz und bei begrenztem Gepäck ist die Ausführung mit Gaskartusche optimal.

Kartuschensysteme: Tipps zur Auswahl

GrillbesteckBeim Kauf achten Sie auf Kompatibilität der Systeme für Grill, Kocher und weiterem Grill-Zubehör, um bei längeren Touren Gepäck zu sparen. Bei ausgefallenen Kartuschen prüfen Sie die Verfügbarkeit im Ausland. Kocher und Campinggrill mit Stechkartusche sind zwar etwas umfangreicher im Packmass, doch die Kartusche können Sie in ganz Europa nachkaufen. Je exotischer die Anschlussstelle am Verbraucher, desto unwahrscheinlicher, dass Sie dafür im 300-Seelen-Dorf abseits touristischer Pfade Ersatz bekommen.

Trotzdem überzeugen diese Varianten, die zum Beispiel Campingaz anbietet, durch optional grösseres Fassungsvermögen, mehr Leistung und sichere Handhabung. Wer kann, nimmt genug mit.

Vorteile von Gas

Mit Gas zu grillieren bedeutet schnelle, gleichmässige und vor allen Dingen regelbare Hitze. Das Feuer ist immer genau so heiss, wie es das Grillgut erfordert. Fisch und Gemüse rösten bei niedriger Gradzahl und ein saftiges Steak gelingt, wenn Sie es von beiden Seiten scharf anbraten und dann sanft garziehen. Umluft verteilt die Wärme rundum gleichmässig. Der typische Geschmack der Röststoffe, die viele der Holzkohle zuschreiben, entsteht übrigens ausschliesslich durch hohe Temperaturen. Gelangen Rückstände aus der Kohle an das Grillgut, kann dies sogar gesundheitsgefährdend sein. Nicht so bei Gas. Auch bei der Reinigung liegt der Gasgrill vorn: Die meisten Teile sind abnehmbar und es bleibt keine staubige Asche zurück. Wer das Raucharoma von Holz wünscht, nutzt einen Smokereinsatz.

Enders Gasgrill Kansas 3 SIK Turbo

Grill Vergleich: Elektrogrill

Für den Gebrauch in bebauten Gebieten hat sich der Elektrogrill bewährt. Er berücksichtigt alle Brandschutzvorschriften, ist auf engstem Raum zu betreiben und verursacht kaum Geruchsbelästigung. Bei toleranter Nachbarschaft grillieren Sie mit dem Elektrogrill sogar auf dem Balkon. Als Campinggrill ist er eher ungeeignet. Der hohe Energiebedarf wird teuer und schmalbrüstige Sicherungen einiger Campingplätze bereiten dem Vergnügen sogar ein sofortiges Ende. Unterwegs sind Sie mit Gas oder Holzkohle deswegen meist besser beraten. Dort finden Sie auch mehr Auswahl im Hinblick auf Mobilität und Komfort wie zum Beispiel bei Grillgeräten von Enders oder Campingaz.