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Feuchtigkeit in Wohnwagen und Wohnmobil

« Es drohen Schimmel und Rost »

Hohe Luftfeuchtigkeit empfinden die meisten Menschen als unangenehm. Zu trockene Luft schadet den Schleimhäuten. So empfindlich wie der menschliche Organismus reagieren auch Reisemobile auf Feuchtigkeit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schimmel und Rost in Wohnwagen und Wohnmobil vermeiden und Ihren Camper trocken durch den Winter bringen.

Vorbeugen statt Rost und Schimmelpilz

Oberflächlich sichtbarer Schimmelbelag und Korrosion wirken ungepflegt. Schimmelbildung gefährdet zudem die Gesundheit. Personen mit Atemwegserkrankungen sind besonders anfällig, doch auch gesunde Menschen können durch das Schimmelpilzgift erkranken. Während Rost noch leicht erkennbar ist, versteckt sich Schimmel gerne hinter Verkleidungen wie Wandpaneelen oder wächst an schlecht belüfteten Stellen.

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Damit sich die Campingferien nicht zum gesundheitlichen Risiko entwickeln, ist regelmässiges Lüften wichtig. In den Wintermonaten und wenn das Campingmobil ungenutzt bleibt, fallen Lüftungsintervalle in aller Regel komplett aus. Trotzdem Sie zum Saisonende noch einmal gründlich für Frischluft gesorgt haben, bildet sich Feuchtigkeit im Wohnwagen. Ohne Eingriff sind dann Schäden vorprogrammiert.

Feuchtigkeit im Wohnwagen – woher kommt sie?

Wie viel Feuchtigkeit im Wohnmobil vorhanden ist, bemerken die meisten Eigentümer erst, wenn es kalt ist und sie das Reisemobil beheizen. Die Kondenswasserbildung an den Oberflächen setzt ein, sobald Sie die Heizung einschalten. Etwas Ähnliches geschieht, wenn tagsüber die Sonne scheint. Schnell erwärmt sich der Innenraum und die in der Luft eingeschlossene Feuchtigkeit wird sichtbar. Vollkommen trocken ist die Luft nie.

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Auch nach gründlichem Lüften ist die Raumluft im Innenraum nur so trocken, wie es die Luft aussen erlaubt. Ungünstige Witterungsbedingungen wie Regen oder Nebel reichern die Luft zusätzlich mit Wasser an. Da die meisten Camper die Saison bis in den Herbst ausdehnen, sind die Voraussetzungen eher unvorteilhaft. Luftentfeuchter übernehmen dann eine wichtige Aufgabe.

Welche Stellen sind besonders betroffen?

Konstrukteure von Wohnwagen und Wohnmobilen achten streng darauf, dass die Reisemobile mit einer Zwangsbelüftung ausgestattet sind. In aller Regel sind diese Öffnungen zu klein, um einen vollständigen Luftaustausch zu bewirken. Gleichzeitig gelangt mehr Luftfeuchtigkeit ins Innere.

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Trotzdem bringen sie einen gewissen Nutzen. Allerdings nur dort, wo die Luft entlangstreichen kann. Dieser Effekt reicht für den eigentlichen Wohnraum meist noch aus, in Ecken und in geschlossenen Staukästen oder Schränken findet jedoch keinerlei Luftbewegung statt. Hier eingeschlossene Feuchtigkeit im Wohnwagen bleibt, bis Sie im Frühjahr Türen und Fenster öffnen.

Gründliche Vorbereitung

Um das Risiko so niedrig wie möglich zu halten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  1. Überwintern Sie den Wohnwagen oder das Wohnmobil trocken in einer Scheune oder einem anderen Abstellraum.
  2. Plane oder Carport schützen vor der Witterung.
  3. In Schränken und Staukästen ist die Durchlüftung besser, wenn diese komplett geräumt sind.
  4. Entfernen Sie vor allem Materialien und Campingzubehör, das auf Feuchtigkeit empfindlich reagiert. Das kann z.B. ein zusammengerolltes Sonnensegel.
  5. Textilien nehmen Feuchtigkeit auf und speichern sie lange. Bekleidung überwintert besser im Haus.

Den Effekt dieser Massnahmen bemerken Sie spätestens im nächsten Frühjahr, wenn Ihnen beim Öffnen der Wohnwagentür ein frischer Geruch entgegenschlägt.

Schluss mit muffigem Geruch

Feuchtigkeit im Wohnmobil und Wohnwagen ist unvermeidlich. Um Schäden vorzubeugen, nutzen Sie im Winter und zu jeder anderen Jahreszeit mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Niederschlägen einen Luftentfeuchter mit Granulat. Hierbei handelt es sich um Aufsteller, in denen ein hydrophiles Entfeuchtungsgranulat die Luftfeuchtigkeit aufnimmt und sammelt.

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Das in der Entfeuchter-Box genutzte Granulat ist zur einmaligen Benutzung gedacht. Abhängig von der Luftfeuchtigkeit hält eine Füllung bis zu drei Monate vor. Sie sollten also auch im Winter von Zeit zu Zeit nachschauen, ob ein Austausch erforderlich ist.

Platzsparend, effizient, wiederverwendbar

Anstelle einer Entfeuchter-Box setzen Sie kleinere Luftentfeuchter ein, die Sie sogar wiederverwenden können. Der Luftentfeuchter Multi dry kommt in einem luftdurchlässigen Sack daher. Bis zu 600 g Wasser speichert das Entfeuchtungsgranulat. Das entspricht mehr als einem halben Liter Wasser. Hat sich das Granulat mit Wasser vollgesogen, trocknen Sie es einfach an der Heizung oder im Backofen und verwenden den Entfeuchter erneut.

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Als Ersatz eignet sich der Multi dry kaum, stellt jedoch eine gute Ergänzung zur Entfeuchter-Box dar. In kleinen, geschlossenen Räumen ist sein Einsatz unter Umständen ganzjährig sinnvoll, also nicht nur beim Überwintern.

Klare Sicht

Noch kleiner ist der Auto-Entfeuchter Air dry, der primär für die Verwendung im Fahrzeug vorgesehen ist. Für einen ununterbrochenen Einsatz erhalten Sie ein 2er-Set, damit jeweils ein Auto-Entfeuchter im Einsatz ist, während der andere trocknet. Auch hier nutzen Sie einen Backofen oder die Heizung.

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Sowohl der Entfeuchter Air dry als auch der Multi dry erfordern keinen Austausch des Granulats. Die Entfeuchter-Boxen füllen Sie entweder mit neuem Entfeuchtungsgranulat aus der 5 l Vorratspackung auf oder verwenden Nachfüllpackungen mit je 500 g. Zum Block gepresstes Granulat staubt nicht beim Einfüllen.

Camping ohne Limit

Vielleicht gehören Sie zu denen, die ihren Wohnwagen auch in der Nebensaison nutzen und nicht zum Überwintern in die Scheune bringen. Um Feuchtigkeit im Wohnmobil oder Wohnwagen zu vermeiden, beherzigen Sie folgende Tipps: Planen Sie Ihren Aufenthalt mit einer Mindestdauer, die es ihm erlaubt, das Reisemobil gründlich durchzuheizen. Schliessen Sie Schränke und Staukästen erst dann, wenn sich die Wärme auch bis in die hintersten Ecken ausbreiten konnte. Sonst leisten Sie der Bildung von Kondenswasser Vorschub.

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Schimmel breitet sich aus und an metallenen Teilen bildet sich Korrosion. Dies zeigt sich zum Beispiel als Rost an den Beschlägen von Schranktüren, wenn diese aus eisenhaltigem Material sind. Aluminium verliert durch Korrosion an Glanz und es bildet sich ein unansehnlicher gräulicher Überzug. Sind Sie nur wenige Stunden für eine Kontrolle auf dem Campingplatz, verzichten Sie nach Möglichkeit ganz darauf, die Heizung einzuschalten. Auch so halten Sie die Feuchtigkeit im Wohnwagen im Zaum.