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Schwimmhilfen im Test

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Ferien am Wasser sind herrlich, bringen junge Eltern aber regelmässig ins Schwitzen: Wie ist die Sicherheit von kleinen Kindern und Nichtschwimmern am ehesten gewährleistet und woher weiss der Konsument, welche Schwimmhilfe sicher ist? Der Markt ist gross. Wir haben uns für Sie umgesehen!

Schwimmhilfen immer wieder in der Diskussion

Der Grat zwischen Vernunft und Panik ist schmal, wenn es um die Sicherheit der eigenen Kinder geht. Nichtschwimmer sind an Gewässern in Gefahr, dabei kommt es kaum darauf an, ob es sich um einen See oder einen Pool handelt. In einem einzigen unbeobachteten Moment kann das Unglück geschehen und das Kind fällt ins Wasser. Nichtschwimmer gleich welcher Altersgruppe sind gefährdet. Schwimmhilfen versprechen Sicherheit, doch mancher Kinderarzt rät davon ab: Kinder würden zu schnell an ihre Schwimmfähigkeit glauben und könnten nicht unterscheiden zwischen dem Auftrieb des Hilfsmittels und ihrer eigenen Körperbeherrschung. Sie überschätzen sich, doch ohne Unterstützung gehen sie unter wie ein Stein. Darum gilt: Auch mit Unterstützung dürfen Eltern die Aufsichtspflicht nie vernachlässigen.

Schwimmflügel

Mängel im Test

Neben erzieherischen Überlegungen stehen technische Details auf dem Prüfstand. Im Schwimmhilfen Test von unabhängigen Instituten konnten nicht alle geprüften Exemplare glänzen. Besonders häufig sind Ausdünstungen bei minderwertigen Produkten zu beobachten. Die hier abgegebenen Stoffe gelangen über die Haut direkt in den Organismus. Viele der Stoffe gelten als krebserregend. Dann wieder ist es die Art der Konstruktion, die sich als ungeeignet erweist. Schwimmringe und Schwimmsitze sind zum Beispiel ungeeignet für Kinder, wie Experten wiederholt feststellen. Einmal untergetaucht liegt der Schwerpunkt unterhalb der Wasseroberfläche. Ungeübten Schwimmern gelingt es nicht, sich wieder aufzurichten. Mit Schwimmring also bitte nur in elterlicher Begleitung planschen.

Auf geprüfte Qualität achten

Im Test fiel ein Schwimmsitz auf, der ohne die Kennzeichnung EN 13138 auf den Markt kam. Nach Beschwerden des untersuchenden Instituts nahm der Hersteller sein Produkt vom Markt. Achten Sie beim Einkauf von Schwimmhilfen für Babys und Kinder unbedingt auf die Angabe der Kennzeichnung. Nur diese Produkte können eine Sicherheitsprüfung nachweisen.

Zur Sicherheit Ihrer Kinder: Immer auf die Prüfkennzeichnung achten!
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Bedenkliche Schwimmsitze wieder im Umlauf

Aufgrund mehrerer Vorfälle in den 1990er Jahren sind Schwimmsitze europaweit verboten. In letzter Zeit gelang es Herstellern jedoch, das Verbot zu umgehen. Prüfer unterzogen den Schwimmsitz einer Untersuchung, konnten jedoch keine Verbesserungen zu der damals kritisierten Ausführung ausmachen. Im Gegenteil: Auch moderne Schwimmsitze, wie sie als Autositz oder Babyboot immer wieder im Handel auftauchen, sind gefährlich.

Schwachstelle Luftkammer

Als fehleranfällig erwiesen sich im Schwimmhilfen Test vor allem die Verschlüsse der Luftkammern. Wenn die Schwimmhilfe unbemerkt Luft verliert, kann es zur unerwarteten Schieflage im Wasser kommen. Das tritt bei Mehrkammer-Systemen auf, kann aber auch Schwimmflügel betreffen. Eine regelmässige Kontrolle ist deshalb angezeigt. Grösseres Wasserspielzeug wie Luftmatratze oder eine Badeinsel ist mit einer Luftpumpe schnell wieder prall gefüllt. Es handelt sich dabei aber ausdrücklich nicht um Schwimmhilfen. Selbst Boote und Kajaks sind reine Freizeit- oder Sportgeräte. Kinder an Bord sollten auf eine Schwimmweste nicht verzichten.

Regelmäßig auf undichte Stellen überprüfen
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Geeignete Hilfen im Test

Als Schwimmhilfe für Babys eignet sich ein Schwimmring mit Sitz und stufenlos verstellbarem Sicherheitsgurt. Der ist für die Wassergewöhnung des Nachwuchses eine gute Hilfe. Mehrere andere Hilfsmittel wie Schwimmbretter und Schwimmgürtel erwiesen sich gleichfalls als sicher. Bei beiden kann der Oberkörper zwar unter Wasser gelangen, das Auftauchen ist jedoch einfach.

Ungefährlich im Flachwasser

Sicheres Wasserspielzeug mit Auftrieb kann in der Uferzone für jede Menge Spass sorgen, an dem auch die Nichtschwimmer ihre Freude haben. Wer mit einem luftgefüllten Reittier den Ufersaum entlang prescht oder sich mit Schnorchel bewaffnet der Unterwasserwelt nähert, erlebt fantastische Ferien. Für Badestellen mit steinigem Seegrund und bei trübem Wasser schützen Badeschuhe vor Verletzungen.

Kinder-Matratze

Mehr als Schwimmen und Baden

Wohl jeder ist mal Kapitän. Der eine auf dem geliehenen Tretboot, der andere auf einer Jacht. Schwimmwesten sind das A und O, wenn ein Bootsausflug ansteht. Das trifft auch auf geübte Schwimmer zu. Im Fall des Kenterns lauern mehr Gefahren als nur die Tiefe unterhalb des Wasserspiegels:

  • Bei sehr starken Temperaturunterschieden zwischen Luft und Wasser drohen Kreislaufprobleme.
  • Der Schock des Unfalls verstärkt die Reaktion.
  • Im Wasser treibende Gegenstände können Verletzungen hervorrufen.

Schwimmweste VIVA

Andere am Unfallgeschehen beteiligte Personen benötigen vielleicht Ihre Hilfe zur Rettung. Wer eine Schwimmweste trägt, hat bessere Chancen, sich und andere aus der Gefahr zu bringen. Bei geprüften Modellen entscheidet die Passform über den Grad der Sicherheit.

Schwimmhilfen nach Altersklassen

Grösse und Gewicht des Kindes spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Für Babys empfehlen wir die bloße Unterstützung der Eltern, denn aus Gründen der Aufsichtspflicht sollten Babys ohnehin niemals ins Wasser gelangen, ohne gehalten zu werden. Achten Sie besonders auf Kinder im Krabbelalter. Ältere Kinder benötigen ein Hilfsgerät, das ihrem Können entgegenkommt und Spass macht. Statt das Kind in der Sicherheit der Schwimmflügel zu wiegen, ist es besser, ihm aktiv Schwimmunterricht zu erteilen. Erst dann darf es unbeaufsichtigt ins Wasser. Dafür eignen sich Bretter und Poolnudeln. Beides nur unter direkter Aufsicht.

Badeinsel Einhorn

Wasserspielzeug für Schwimmer

Schwimmhilfen gibt es auch für Jugendliche und Erwachsene, die einfach viel Spass im Wasser erleben möchten. Immer wieder sind Warnhinweise beim Umgang mit Luftmatratzen zu vernehmen. Sie dienen nicht als Schlafplatz auf dem Wasser und können bei ablandigem Wind weit hinaustreiben. Wer sich dennoch in den sanften Wellen in den Schlaf wiegen möchte, bindet die Luftmatratze am besten mit einem langen Seil am Ufer fest oder trägt eine Schwimmweste. Für kleine Kinder ist eine Luftmatratze keine sichere Schwimmhilfe!