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Camping an der Ostsee

Campingurlaub am Meer muss nicht gleichbedeutend sein mit Hitze und Dauersonne. Wenn Sie gerne eine frische Brise um die Nase haben und Ihnen Lufttemperaturen unter 30° angenehm sind, dann sollten Sie die Ferien auf einem der Campingplätze der Ostsee verbringen. Finden Sie hier interessante Informationen zu verschiedenen Regionen und Campingplätzen.

Geografie der Ostsee

Die Ostsee ist ein Binnenmeer mit einer kleinen Verbindung zur Nordsee. Sie erstreckt sich von Dänemark im Westen über Deutschland und Polen bis hin nach Russland und Schweden. Wir beschränken uns in diesem Artikel auf die deutsche Ostseeküste, die alleine bereits eine grosse Vielfalt an Natur und Kultur zu bieten hat. Die Gezeiten sind hier kaum zu spüren. Wegen des hohen Salzgehalts des Wassers und der frischen Luft am Meer ist Camping an der Ostsee besonders für Allergiker und Personen mit Atemwegserkrankungen geeignet.

Leuchtturm an der Ostseeküste
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Ältere und alleinstehende Personen geniessen die entspannte Atmosphäre in Seebädern wie Travemünde, Eckernförde oder auf Hiddensee sowie das kulturelle Angebot der grösseren Städte der Ostsee: Rostock, Lübeck und Kiel. Gleichermassen finden Familien beim Camping am Meer ein abwechslungsreiches Programm. Wenn die Kinder gut unterhalten werden, ist es auch für die Eltern entspannter beim Camping. Die Ostsee wartet daher mit vielen familienfreundlichen Campingplätzen auf, die reichlich Platz zum Zelten, Toben und Spielen bieten.

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Aktive Menschen freuen sich über die diversen Möglichkeiten für Wassersport. Viele Campingplätze bieten selbst Ausrüstung für Wind- und Kitesurfen sowie Stand-Up-Paddling an. Zu Land ist das Velo ein beliebtes Sportgerät. Es gibt sogar einen Ostseeradweg, der sich von der dänischen Grenze bis nach Mecklenburg-Vorpommern entlang der Küste schlängelt.

Rund um die Schlei

Wir beginnen unsere Rundreise an der nördlichsten Ostseeküste in Deutschland. Hier zieht sich ein langer Meeresarm, die Schlei, bis tief in das Landesinnere hinein. Rund um die Schlei dehnt sich eine sanft geschwungene Landschaft aus, die ihren Besuchern oft weite Aussichten beschert. In der Schlei selbst ist das Wasser ruhig und hervorragend zum Baden geeignet. Vom Rand aus beobachten Sie vor allem früh morgens und zur Abenddämmerung ein- und ausfahrende Segelboote. Ein beliebtes Ausflugsziel der Region ist das Wikingerdorf Haithabu bei Schleswig.

Rund um die Schlei gibt es viele wunderschöne Orte
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Ein Stück nördlich der Schleimündung ist das „Ostseecamping Damp“ gelegen. Von diesem Campingplatz aus sind Tagesausflüge Richtung Flensburg und Dänemark möglich. Der überwachte, flache Strand weist eine sehr gute Wasserqualität auf. Wickelräume und Kinderwaschbecken gehören ebenso zur Ausstattung wie Spielplatz, Minigolfanlage und Fussballfeld. Packen Sie für Ihre Kinder am besten gleich mehrere Bälle zum Spielen mit ein.

Kiel

Wenn Sie sich einen ländlichen Campingplatz zum Zelten an der Ostsee ausgesucht haben, wünschen Sie sich an einzelnen Tagen womöglich die Abwechslung einer Grossstadt. Von der Schlei und der Eckernförder Bucht aus ist Kiel nur einen Katzensprung entfernt. Mit rund einer Viertel Millionen Einwohner ist die Stadt sehr lebendig. Ein Ruhepol ist das grosse Hafenbecken, das über die Kieler Förde mit der offenen See verbunden ist.

Blick auf Kiel
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Sehenswert ist in jedem Fall die Schleuse zum Nord-Ostseekanal am nördlichen Rand der Stadt. Die Altstadt selbst wird dominiert von modernen Bauten und laufenden Verschönerungsmassnahmen. Ende Juni steht Kiel jedes Jahr kopf. Dann findet während der Kieler Woche eine grosse Segelregatta mit ausgelassenem Volksfest statt.

Fehmarn

Reisen wir weiter nach Osten, stossen wir bald auf die Insel Fehmarn. Beim Camping auf dieser Insel sind sie nie weit vom Wasser entfernt. Als Anhängsel einer Landzunge zwischen Kiel und Lübeck ist sie ein alt bewährter Ausgangspunkt für Fährfahrten Richtung Dänemark und Schweden. Mit einer Küstenlänge von 78 Kilometern ist Fehmarn die drittgrösste Insel Deutschlands. Während im Norden Dünen dominieren, ist die Ostküste von Kliffen zersetzt. Im Süden und Westen der Insel finden Sie wunderschöne flache Sandstrände. Hier liegen Campingplätze und Ostsee meist nur einen Steinwurf voneinander entfernt.

Küstenlinie der Insel Fehmarn
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Die höchste Erhebung von Fehmarn ist ganze 27 Meter hoch. Bedenken Sie also beim Zelten, dass der Wind weitestgehend ungebremst über das Land wehen kann. Straff gespannte Sturmleinen sind hier Pflicht. Für einen Tagesausflug bietet sich das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum in Lemkenhafen an. Hier erfahren Sie, wie die Menschen sich seit Jahrhunderten den Wind zunutze machen.

Lübeck

Wenn Sie zum Camping zur Ostsee fahren, kommen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit an Lübeck vorbei. Dieses uralte Hansestädtchen ist in jedem Fall einen Besuch wert. Die mittelalterliche Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einen guten Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten erlangen Sie vom Turm der Petrikirche aus. Als kulinarisch bewanderte Stadt hat Lübeck nicht nur Marzipan zu bieten. Allgegenwärtig ist natürlich der Fisch. Während Campingplätze ihn einfach in Form von Fischbrötchen anbieten, bereiten die drei Sternerestaurants der Stadt aus ihm kostspielige Menüs zu.

Das Holstentor in Lübeck
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Lübeck selbst und der nördlich gelegene Naturpark Holsteinische Schweiz bieten viele Möglichkeiten zum Zelten und fürs Camping mit Wohnmobil oder Wohnwagen. Im Naturpark verbinden Sie lange Waldspaziergänge mit einem Sprung in einen der zahlreichen Seen. Sie entscheiden selbst, ob Sie beim Camping die Ostsee direkt vor der Tür haben möchten oder ein idyllisches Fleckchen im Landesinneren bevorzugen. Auf dem Campingplatz „Liebeslaube“ auf halber Strecke zwischen Rostock und Lübeck wird im Sommer ein buntes Kinderprogramm angeboten. Von der Märchenstunde und der Gute-Nacht-Geschichte über Mitmachzirkus und Piratenfest ist bis zum Lagerfeuer mit Stockbrotmachen vieles geboten. In der flachen Bucht herrschen meist angenehme Wassertemperaturen. Mit Schwimmring, aufblasbarem Einhorn, Sandspielzeug und Tennisset oder Frisbee vergehen die Tage hier im Nu.

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Rügen

Auf dem weiteren Weg gen Osten lassen wir Rostock mit seinem Seebad Warnemünde links liegen und schauen uns gleich die Insel Rügen genauer an. Sie ist die grösste Insel Deutschlands und vom touristischen Angebot her ein wahrer Tausendsassa. Nicht umsonst entscheiden sich jedes Jahr über sechs Millionen Menschen für einen Besuch. Dabei sind nicht alle auf Camping am Meer aus. Viele interessieren sich für die kulturellen und landschaftlichen Höhepunkte auf Rügen.

Die Anreise ist dank einer Brücke nach Stralsund auf dem Festland denkbar einfach. Wer die Wahl hat, sollte zum Zelten an der Ostsee auf Rügen eher in der Nebensaison anreisen. Dann haben Sie auch mehr Bewegungsfreiheit, wenn Sie beispielsweise den berühmten Königsstuhl besichtigen. Dieser weisse Kreidefels ist ein besonderer Blickfang entlang der zerklüfteten Felsenküste Rügens. Die gesamte Küstenlinie ist stark zergliedert in Buchten, Lagunen und Halbinseln. Allein im Inneren der Insel scheint die Landschaft etwas harmonischer. Auf dem recht flachen Gelände stechen die urtümlichen Häuschen mit ihren Reetdächern hervor. Dazwischen erstrecken sich weite landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Idyllischer Sandstrand auf der Insel Rügen
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Einer der ruhigeren Campingplätze der Ostsee ist das „Küstencamp“ ganz im Norden der Insel. Nahe dem Kap Arkona finden Sie rund 100 Stellplätze auf Wiesen zwischen Obstbäumen verteilt. Hier hören Sie beim Camping die Ostsee hinter dem angrenzenden Wäldchen rauschen. Den Naturstrand erreichen Sie über einen 300 Meter langen Spazierweg. Neben dem hohen Hygienestandard und der entspannten Atmosphäre schätzen Besucher besonders den platzeigenen Mietwagen. Er ermöglicht kleinere Ausflüge, ohne das Wohnmobil bewegen zu müssen.