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Wohnwagenstützen

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Jeder Wohnwagen ist auf einem selbsttragenden Rahmen aufgebaut. Nur so gelingt es, ihn trotz wechselndem Untergrund auf nur vier Wohnwagenstützen sicher aufzustellen. Unterschiede ergeben sich daraus, ob der Caravan dauerhaft steht oder auf die Strasse kommt. Hier erfahren Sie, wie Dauercamper und Reisende auf festen Beinen stehen.

Die abenteuerlich Reisenden

AL-KO Mechanische Hubstütze ClickFix 276-443Reisewohnwagen bieten vollen Komfort bei kompakten Massen. Vom Gewicht her sind sie mit durchschnittlichen Fahrzeugen zu bewegen. Erst die Zuladung macht den Wohnanhänger schwer. Insgesamt scheinen die Anforderungen an die Wohnwagenstützen überschaubar – wäre da nicht der Untergrund: Heute Parkplatz, morgen Strand und übermorgen eine weiche Wiese stellen an Wohnwagenstützen unterschiedliche Anforderungen. Und zwar nicht an die Tragkraft, sondern an die Auflagefläche der Bodenplatte.

Stützplatten verbreitern den Fuss der Stütze und sinken daher seltener ein. Wer sich den Wohnwagen kauft, weil er abwechslungsreich reisen möchte, rüstet am besten schon vor der ersten Campingtour ein Stützplattenset nach.

Gleiten bis zum Stehen

Stützplatten passen an praktisch alle handelsüblichen Wohnwagenstützen. Ein robustes Material und eine haltbare Verbindung mit der Stütze zahlen sich aus. Beim Ausfahren vollführt die Stützplatte eine Bewegung nach aussen und schiebt über den Boden. Die Verbreiterung muss also flexibel sein, um sich Unebenheiten anzupassen. Sonst steht sie unter ungünstigen Bedingungen auf einem zu kleinen Punkt. Eine einfache Montage und Demontage kann ebenfalls hilfreich sein, um das Material zu schonen. Auf den meisten Plätzen stehen Sie mit Stützplattenset sicherer. Unterlegkeile ergänzen Wohnwagenstützen und halten den Caravan zusätzlich am Platz.

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Kräftigere Stützen

Entsprechen die vorhandenen Stützen Ihrem Ideal nicht, tauschen Sie diese einfach aus. Namhafte Hersteller wie Al-KO liefern Wohnwagenstützen zum Austausch oder Nachrüsten, die sogar elektrisch ausfahren: ganz einfach per Fernbedienung. Das Stützplattenset mit Langloch gibt es passend dazu. Beim Aufstellen behalten Sie die Wasserwaage im Auge, ohne immer wieder aufzuspringen und niederzuknien. Wem das Kurbeln in Arm und Schulter reisst, versucht es mit einem Akkuschrauber. Der entsprechende Sechskantschlüssel mit 34 cm Länge ist im Campingfachhandel verfügbar und passt in jedes Bohrfutter.

365 Tage im Jahr Camping

Kurbeln müssen Dauercamper kaum noch. Einmal aufgestellt bewegen sich manche Wohnwagen auf ganzjährig geöffneten Campingplätzen für Jahrzehnte nicht mehr. Wo kein Winterbetrieb möglich ist, ergibt sich bei Saisonwechsel die Gelegenheit des technischen Checks der Wohnwagenstützen und der Bereifung. Wer gar nicht mehr zieht, schaut vorsichtshalber in Abständen nach, ob die Welle noch beweglich ist und ob sich Korrosion bildet. Auch wenn Sie Zusatzstützen nutzen, sollte die technische Ausstattung gepflegt sein.

Im Winter bedarf es guter Stützen für sicheren Halt
© Lars Johansson / Fotolia.com

Dauerstellplatz vorbereiten

Für die dauerhafte Aufstellung sind einige Vorüberlegungen hilfreich. Prüfen Sie zuerst die Bodenbeschaffenheit. In manchen Fällen ist es ratsam, eine Betonplatte zu schütten oder Gehwegplatten zu verlegen. Dann ist es auch unter dem Wohnwagen trocken. In diesem Fall ist eine ebene und tragfähige Fläche verfügbar, die keine weiteren Massnahmen an den Wohnwagenstützen erfordert. Für weniger Schwanken definieren Sie mehr Fixpunkte mit einem Stützbocksatz aus vier Stützen: für jede Ecke eine. Sehr lange Anhänger vertragen noch mehr Zusatzstützen. Positionieren Sie den Stützbock immer unter dem Fahrgestell. Der Boden kann die Belastung nicht tragen.

Die Deichsel abstützen

Ein spezieller Stützbock für die Deichsel ersetzt das Laufrad bei längerer Aufstellung. Manche Campingfreunde gehen so weit, die Deichsel vollkommen zu entfernen. Bei vielen Wohnwagenmodellen ist diese nur angeschraubt. Das schafft mehr Platz und der Flaschenkasten ist besser erreichbar. Andere dekorieren Blumen auf der Deichsel und verschönern ihre Aussenanlage. Der ungenutzte Klemmbock des Laufrads dient auch als Halterung für Masten. Die nehmen zum Beispiel die Sat-Antenne auf. Wer mit dem Gedanken an ein festes Vorzelt und Schutzbedachung spielt, spart mit dieser Variante eine Durchführung für den Antennenmast. Bleibt die Deichsel in Benutzung, finden Sie dafür einen speziellen Stützbock für mittige Belastung, der bis zu einer Tonne trägt.

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Gelegentliche Reisen oder der Gebrauchtkauf

Camper sind treu und mancher, der sich mit seinem Wohnwagen häuslich eingerichtet hat, zieht doch von Zeit zu Zeit an einen bestimmten Sehnsuchtsort. Vor der Abfahrt prüfen Sie dringend den Zustand der Reifen. Lange Standzeiten belasten das Material häufig einseitig: Die aussen liegende Seite ist stärker betroffen als die in Richtung Vorzelt. Liegt die Aussenseite zudem in der Sonne, ist eine Abdeckung empfehlenswert, um die Lebensdauer der Pneus zu verlängern. Beim Kauf eines Gebrauchtwohnwagens prüfen Sie den Reifendruck, bevor Sie für den Abtransport einen Stützbock nach dem anderen sowie die Unterlegkeile entfernen.

Auf eventuelle Sicherheitsmängel überprüfen
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Wohnwagen abstützen und gegen Rollen sichern

Stützplatten sind auf weichem Untergrund eine praktische Erweiterung. Selbst fest anmutender Boden gibt nach, wenn es zu starken Regenfällen kommt oder der Wohnwagen für längere Zeit steht. Im schlimmsten Fall kann es notwendig werden, die Stützen während des Ferienaufenthalts einzufahren, um alternatives Material unterzulegen – sofern welches an Bord ist. Einfacher ist es, die Stützplatten dauerhaft zu montieren und nicht erst abzuwarten, was geschieht. Ein Stützbocksatz ist sinnvoll, wenn der Wohnwagen für eine sehr lange Periode abgestellt wird. Mit mehr Haltepunkten steht der Caravan fest und schaukelt weniger. Trotzdem sind Unterlegkeile wichtig, damit nichts ins Rollen kommt. Das ist nicht nur gefährlich, sondern schnell auch das Ende Ihres Vorzeltes, das ordentlich befestigt an seinem Platz stehenbleibt.