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Winterzelt und Wintervorzelt

« Fit für den Winterurlaub »

Camping im Winter ist mitnichten nur etwas für Hartgesottene und Outdoorfreaks. Wer im Sommer gerne mit Zelt oder Wohnwagen unterwegs ist, schätzt auch das naturnahe Nächtigen in der kalten Jahreszeit. Der Angst vor dem Frieren sollten Sie bereits bei den Vorbereitungen begegnen: Mit warmer Funktionskleidung, den geeigneten Schlafsäcken, einer soliden Heizung und einem Wintervorzelt bzw. einem robusten Winterzelt werden Sie das Winterwunderland mit warmen Füssen geniessen.

Warum Camping und Zelten im Winter etwas ganz Besonderes sind

Kennen Sie die unglaubliche Ruhe, die von einer Landschaft im Schnee ausgeht? Jeder noch so kleine Laut wird von dem kühlen Weiss geschluckt und in Stille verwandelt. Alles sieht so anders aus – wie verzaubert. Am Tag geniessen Sie den gleissenden Sonnenschein und den unglaublich blauen Himmel, wie es ihn nur im Winter geben kann. Nachts wiederum funkeln die Sterne vom glasklaren Firmament. Aufgrund der geringen Temperaturen ist der Himmel zur Winterzeit besonders klar. Wappnen Sie sich mit einer Kanne Tee oder Glühwein, ehe Sie über die Geheimnisse der Astronomie philosophieren.

Winterzelt bei Sonnenaufgang
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Im Dezember ist übrigens Hochsaison für Sternschnuppen. Was gibt es Faszinierenderes als fallende Sterne gemütlich vor dem Zelt sitzend zu beobachten? Abgesehen von der Romantik im Winterurlaub sind eisige Temperaturen für manche Destinationen einfach typisch. Denken Sie an Island oder das nördliche Skandinavien aber auch die höheren Gebiete in den Alpen und anderen europäischen Gebirgen. Hier liegt der Schnee oft vom Herbst bis zum Frühjahr.

Camping im Schnee
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Genau deswegen fährt man dort ja auch hin. So bieten sich hier ganz andere Möglichkeiten für Aktivitäten wie beispielsweise Fahrten mit Schlittenhunden, Langlauftouren oder alpiner Wintersport. Camping hat also das ganze Jahr über Hochsaison.

Ein Vorzelt für die kalte Jahreszeit

Wenn es draussen stürmt und schneit, ist ein gutes Vorzelt besonders wichtig. Es ist ein unerlässlicher Wind- und Schneeschutz für die Eingangstüre. Ausserdem bietet es Platz, um Ihre nasse Kleidung, Schuhe und Wintersportgeräte abzulegen.

Winterliches Camping am See mit Lagerfeuer
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Doch was genau macht ein gutes Wintervorzelt aus? Grundsätzlich achten die Hersteller bei der Konzeption von Winterzelt und Wintervorzelt darauf, dass es der Schneelast standhält. Weiterhin beansprucht die sehr viel geringere Temperatur im Winter das Material ganz anders. Die Feuchtigkeit vor allem in Bodennähe muss ausserdem berücksichtigt werden. Der Überlastung durch Schneemassen entgehen Winterzelte oft durch eine kleinere Dachfläche. Das Pultdach fällt relativ steil nach vorne und/oder zu den Seiten hin ab. So rutscht der Schnee von alleine hinunter.

Ein Vorzelt fuer die kalte Jahreszeit
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Schaumstoffpolster zwischen Vorzelt und Aussenwand des Wohnmobils schützen vor Zugluft. Spezielle Andruckstangen halten diese Polster an Ort und Stelle. Raffinierte Varianten sind leicht gebogen, sodass sie ihren Druck bei Belastung durch Schnee von oben noch erhöhen. Das perfekte Material für ein Wintervorzelt ist PVC. Es ist robust und wasserdicht. Selbst bei grosser Kälte bleibt es geschmeidig. Weiterhin ist es schimmelfest und leicht zu reinigen. Der grosse Nachteil ist die mangelnde Atmungsaktivität.

Daher sind ausgeklügelte Belüftungssysteme ein Muss.

Doch auch Sie selbst sollten auf Winterreisen mit dem Wohnwagen darauf achten, Ihr Vorzelt regelmässig durchzulüften. Wegen Niederschlägen und Bodenfeuchtigkeit ist der aussen liegende Faulstreifen bei Wintervorzelten im Allgemeinen breiter. Ist das Einschlagen von Heringen nicht möglich, kann er zum Stabilisieren mit Schneelast beladen werden.

Welche Vorzelte eignen sich für den Winterurlaub?

Wenn Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen Begleiter sind, achten Sie genauestens auf die Angaben der Hersteller. Wenige Modelle werden explizit als „Wintervorzelte“ ausgeschrieben. Viel häufiger findet sich die Bezeichnung „Ganzjahresvorzelt“. Sogenannte „Reisevorzelte“ sind definitiv nicht für einen Schneeurlaub im Wohnwagen geeignet. Der Hersteller DWT hat beispielsweise ein speziell konzipiertes (Ganzjahres-) Wintervorzelt mit dem Namen Swing herausgebracht.

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Mit seinem 20 cm tiefen Vordach schützt es vor „Dachlawinen“ und Wasser beim Öffnen der Türe. Die verschliessbare Giebelhochentlüftung sorgt für eine gute Luftzirkulation. Mit einer Tiefe von wahlweise 2,40 m oder 3,00 m bietet es ausreichend Raum für Wintersportgeräte und nasse Kleidung. Betreten Sie Ihren Vorraum je nach Windrichtung von vorne oder von der Seite. Mit ganz ähnlichen Qualitäten wartet das Paradies von derselben Marke auf.

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Das Zeltmaterial aus Polyester ist beidseitig mit PVC beschichtet. Es ist wahlweise von innen oder von aussen abspannbar und bietet die Möglichkeit zur zusätzlichen Anbringung von Sicherheitsgurten. Auch der namhafte Zelthersteller Berger hat mit dem Ganzjahresvorzelt Campione ein taugliches Wintervorzelt auf dem Markt.

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Der doppelte Faulstreifen ist innen 40 cm, aussen 30 cm hoch und lässt so garantiert keine Feuchtigkeit hinein. Alle Reissverschlüsse sind komplett abgedeckt, was selbst bei starkem Wind und Niederschlag sicheren Schutz vor Nässe bedeutet. Nutzen Sie die waagrechten Hohlsäume für die zusätzliche Anbringung von Sturmgestänge in sehr windigen Gegenden.

Zelten wenn kalt ist

Wer zur kalten Jahreszeit nur mit dem Zelt unterwegs ist, muss einigermassen kälteresistent sein. Allerdings halten ein guter Schlafsack und ein gemütliches Feuer auch beim Zelten im Winter gut warm. Essenziell ist ausserdem ein absolut schneedichtes Zelt.

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Ein hochwertiges Winterzelt ist mit extra langen Aussenwänden versehen, die bündig am Erdboden abschliessen. So kann kein Schnee unten hindurch wehen. Snowflaps, also Lappen in Verlängerung der Aussenwand, geben zusätzlichen Schutz, wenn Sie sie beschweren oder befestigen. Das Innenzelt sollte an keiner Stelle nur aus Moskitogaze bestehen. Schnee könnte sonst leicht bis zum Schlafsack hineingelangen. Die Lüfter spielen beim Winterzelt eine ganz wichtige Rolle. Sie beugen mit ausreichender Luftzirkulation der Kondenswasserbildung vor. Bei Wind und Schneefall müssen sie allerdings verschlossen werden können.

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Weitere kostbare Extras beim Zelten im Winter sind viele Abspannpunkte sowie eine grosse Apside, in der Sie im Zweifelsfall auch kochen können. Trotz all dieser Ausstattung muss ein Winterzelt leicht aufzubauen sein. Denken Sie an Stangen, die mit Handschuhen in ihre Kanäle gefädelt werden müssen, und Haken, die mit klammen Fingern einzuhängen sind.

Vorschläge für Winterzelte

Das Malo von Mountain Guide ist ein leichtes Kuppelzelt für Trekkingtouren. Das stabile Alugestänge hält selbst stärkerem Wind stand. Mit 6000 mm Wassersäule ist das Aussenzelt den grösseren Belastungen bei Kälte gut gewachsen. Die Lüftungsöffnungen sind allesamt verschliessbar und das Innenzelt besteht aus 100 % Polyester. Einen aussergewöhnlichen Luxus stellt die geräumige Apside mit einhängbarer Bodenwanne dar. Diese hält auch den Vorraum des Zeltes sicher trocken. Praktische Organizer im Inneren sind zu jeder Jahreszeit eine Bereicherung.

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Ein Tunnelzelt ist das Nevada MP von Outwell. Mit diesem Modell verbringen Sie den Winterurlaub mit der ganzen Familie im Freien. Die grosse Apside bietet drei verschiedene Eingänge, wovon einer sogar überdacht ist. So bleibt bei Niederschlag die Feuchtigkeit in jedem Fall draussen. Die doppelt abgedeckten Reissverschlüsse und die bandversiegelten Nähte leisten bei jedem Wetter gute Arbeit. Das Easy Rock von Berger ist wieder ein Kuppelzelt.

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In seiner verlängerten Tunnelapside finden Sie genug Platz, um nasse Klamotten im Trockenen aufzuhängen. Das Aussenzelt ist mit PU beschichtet und reicht bis nah an den Boden heran. Je nach Stand des Windes verlassen Sie dieses Winterdomizil nach vorne oder zur Seite.