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7 gute Ideen wie Sie den Kleinbus umbauen zum Camper

Einfach in den PKW setzen und losfahren an den See, in die Berge oder zum nächsten Sommer-Freiluft-Konzert. Spontan sein und sich keine Gedanken über die Übernachtungsmöglichkeiten machen – das wäre der Inbegriff von Freiheit, Spontanität und Flexibilität? Lesen Sie hier die 7 besten Tipps, wie Sie Ihren Kleinbus umbauen zum Camper.

Die verschiedenen Stufen beim Kleinbus-Umbau zum Wohnmobil

Meist wird mit einem Provisorium gestartet, jedoch kommt mit der Übung die Perfektion. Mit einer guten Planung, handwerklichem Geschick und etwas investierter Zeit kommen Sie Ihrem Traum vom individuellen Kleinbus-Camping-Ausbau näher. Betrachten Sie es als Prozess, denn einen Kleinbus zum Wohnmobil umbauen, erfordert vor allem Geduld und gute Planung.

1. Das richtige Fahrzeug finden

Gehen Sie auf die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug. Sowohl finanziell als auch qualitativ sollte das Fahrzeug Ihren Ansprüchen genügen. Weiterhin sollten Sie ein Hochdach oder ein Aufstelldach abwägen, das man gegebenenfalls auch nachrüsten kann. Komfortabler wird Ihr Kleinbus-Camping-Ausbau, wenn Sie im Innenraum Stehhöhe haben. Ein Hochdach bietet ausserdem mehr Stauraum. Bereits jetzt sollten Sie an die Stromversorgung im Camper denken: Wo kann die Bordbatterie eingebaut werden? Wo muss der Strom hin: An welchen Stellen möchten Sie im Camper Einbauleuchten haben, wo kommen die Heizung, der Warmwasserbereiter, der Herd, der Kühlschrank sowie weitere Stromabnehmer hin? Nichts ist wichtiger als ein guter Plan, während Sie Ihren Kleinbus zum Wohnmobil umbauen.

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2. Dämmen für grösseres Wohlbefinden

Gegen Kälte und Hitze hilft eine Dämmung an der Blechwand des Fahrzeugs. Wichtig ist dabei, dass die Dämmung eng an der Aussenhaut angeklebt wird, damit sich dahinter keine Feuchtigkeit sammeln kann. Durch die Dämmung verlegen Sie den Taupunkt an die Aussenhaut des Fahrzeugs. Bei ungedämmten Reisemobilen werden Tau- und Kondenswasser sich an der Metallschicht sammeln und für grosse Feuchtigkeit und gegebenenfalls Rost und Schimmel sorgen. Sie wachen morgens auf, weil Ihr kondensierter Atemtau Ihnen auf die Nasenspitze tropft? Vermeiden Sie dies mit einer guten Dämmung.

Dämmen können Sie mit flexiblen Dämmmatten, die an der Wand verklebt werden. Es gibt auch Erfahrungen mit Kork als Dämm-Material für Wohnmobile, dann ist konsequentes Lüften allerdings ein Muss, da Kork Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die Wände und das Dach sollten auch mit mindestens einem Fenster ausgestattet werden, verbauen Sie diese, bevor Sie dämmen. Die Fenster der Dometic S-Serie sind optimal für den Fahrzeugeinbau geeignet und bieten gute Qualität, lange Haltbarkeit und Camper-Einbruchschutz. Als Innenwand werden meist Pappelsperrholzplatten verwendet. Diese können Sie dann je nach Geschmack ölen oder farbig streichen. Denken Sie hier bereits an Einbauleuchten, LED-Strahler können Sie in das Holz einlassen und die Kabel dafür unter der Wandverkleidung laufen lassen.

Das S4-Schiebefenster

3. Die passende Heizung finden: Wohlfühlen auch an kalten Tagen und Nächten

Verfügt Ihr Fahrzeug über eine Standheizung? Andernfalls bauen Sie selbst eine Heizung ein. Truma Heizungen sind optimal geeignet, auch für Ihren Kleinbus-Umbau zum Wohnmobil. Die Heizungen werden zum Beispiel mit Gas betrieben, entweder mit Flaschengas oder Sie bauen einen Gastank ein, den Sie bequem an der Tankstelle auffüllen können. Beachten Sie genau die Vorschriften für den Einbau in ein Fahrzeug, denn diese sind für die Sicherheit im Fahrzeug unerlässlich. Weit verbreitet sind auch Kombi-Heizungen, die mit Diesel aus dem Fahrzeugtank betrieben werden und sowohl heizen als auch heisses Wasser bereitstellen.

Truma S 3004 Heizung mit Zündautomat

 

4. Das Grundgerüst für den Selbstausbau: Gute Planung beim Kleinbus-Camper-Umbau

Erstellen Sie eine massstabsgetreue Zeichnung und gehen Sie an die Planung des Grundgerüsts, denken Sie dabei an die Radkästen. Üblich ist, ein erhöhtes Bett im hinteren Bereich einzubauen, das mit einer Tischlerplatte gefertigt sein kann. Oft wird mittig ein Hubtisch eingebaut. Die Tischgestelle sind vielfältig, etwa mit zweistufigem Klicksystem oder stufenloser Anhebung. Einige Tischgestelle haben einen breiten Fuss bei anderen wird die Säule mit der Bodenplatte fest verschraubt. Mit passgenauen Polsterteilen entsteht dann eine gemütliche Sitzecke mit Tisch für tagsüber sowie eine grosse Liegefläche zum Schlafen. Unter den Seitenteilen befindet sich dann der wichtige Stauraum für die Heizung, Campingmöbel, Vorzelt, Werkzeug, Bremskeile etc.

Sie können Platz einsparen, indem Sie das Bett als Dachbett planen. Beispielsweise können Sie ein Aufstelldach nachrüsten lassen und dann vorne Stehhöhe in einem normalhohen Fahrzeug generieren oder aber eine Schlafgelegenheit ins Dach verlegen. Für ein Dachbett gibt es gute Konstruktionen, die Sie vormontiert verbauen können.

Meist werden Schränke für Kleider, Handtücher und Küchenvorräte im Wohnraum eingeplant. Hier können Sie sich auch provisorisch mit Hängeregalen, wie dem Hindermann Hängeregal oder verschliessbaren Kisten behelfen. Offene Regale sind nur geeignet, wenn Sie die Gegenstände für die Fahrt sichern können, zum Beispiel mit Leisten oder Gummis.

Indem Sie ins Führerhaus Drehsitze einbauen, können Sie die Sitzgelegenheit hierhin verlagern und weiteren Platz sparen. Die Drehsitze sind fahrzeugspezifisch zugelassen und werden während der Fahrt nach vorn gedreht und bei Bedarf nach hinten zum Tisch.

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5. Die Campingküche planen: kein Kleinbus-Camper-Umbau ohne Kochgelegenheit

Wenn Sie einen Kleinbus umbauen zum Camper, können Sie ihn als Wohnmobil zulassen. Dadurch erhalten Sie eine günstigere Haftpflichtversicherung und sparen bei der jährlichen Abrechnung. Dafür sind allerdings einige Kriterien zu erfüllen, zum Beispiel der Einbau einer Kochgelegenheit. In Ihrer Campingküche brauchen Sie einen Herd sowie Schränke oder Regale für Zubehör. Töpfe und Geschirr gibt es platz- und gewichtssparend im Campingbedarf. Falls Sie Gas nutzen, benötigen Sie einen Gaskasten und eine regelmässige Gasprüfung.

Dometic HBG 3440 3-flammiges Gaskochfeld mit Glasdeckel 30 mbar Kleinbus

6. Toilette, Dusche, Waschbecken: die passende Nasszelle finden

Je nachdem, wie autark Sie sein möchten, müssen Sie eine Campingtoilette und eventuell eine Dusche einplanen. Die Waschbeckenarmatur können Sie stromsparend mit einhändigem Regler im Campingbedarf erhalten. Sollte es Warmwasser geben, nutzen Sie dafür einen kleinen Durchlauferhitzer oder einen Boiler oder eben eine kombinierte Truma-Heizung. Von der komfortablen Kabine mit Toilette-Dusche-Kombination bis zur Kassettentoilette, die im Schrank verstaut wird, ist beim Kleinbus-Camping-Umbau alles möglich.

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7. Mit Kunstleder, Kork oder Kunstdrucken zur individuellen Optik

Ihr Kleinbus-Camper-Umbau unterscheidet sich stark von den Wohnmobilen von der Stange, vermutlich ist das der Grund, weshalb Sie sich für den Selbstausbau entschieden haben. Geben Sie Ihrem Reisemobil einen individuellen Schliff: Die Kombination aus Rattan und weissen Flächen kann genauso reizvoll sein, wie ein buntes Hippie-Mobil. Leben Sie Ihren Traum vom gemütlichen Kleinbus-Camping-Ausbau und geben Sie Ihrem Fahrzeug den Feinschliff. Lichterketten, Erinnerungsfotos, Topfpflanzen – alles ist möglich. Schauen Sie sich aber nach den tollen gewichtsparenden Alternativen im Schlanser-Onlineshop um.

Eine Frau mit Bohrmaschine ist dabei, den Innenraum eines Kleinbusses mit Holz zu verkleiden Kleinbus
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Leben Sie den Traum vom Campingbus

Hochdach, Tischgestelle, Einbauleuchten – Ihnen schwirrt der Kopf beim Gedanken an den Selbstausbau? Tipps und Anleitungen, wie Sie Ihren Kleinbus umbauen zum Camper, erhalten Sie im Bruckmann Busbastler Handbuch. Der Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt zum eigenen Campervan.

Fachgerechte Bauteile und kompetente Beratung erhalten Sie bei schlanser.ch oder vor Ort in Flums.