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Korsika vereint mediterranes Flair mit wilder Berglandschaft – und ist damit wie geschaffen für einen Campingurlaub. Über 200 Campingplätze verteilen sich auf der viertgrössten Mittelmeerinsel, von luxuriösen 5-Sterne-Anlagen mit Pool bis hin zu naturbelassenen Plätzen unter Pinien direkt am Meer. Die französische Insel mit starkem italienischen Einfluss verströmt einen ganz besonderen Charme: Morgens im kristallklaren Wasser schwimmen, nachmittags durch Kastanienwälder wandern und abends unter dem Sternenhimmel korsische Spezialitäten geniessen.
Einfach, anders, die Region Corse
Schon die Flagge der Region Corse lässt an Rebellen und Abenteuer denken. Und so leben die Korsen bis heute. Die Lage zwischen den Mächten Italien und Frankreich erlaubte den Korsen lange Zeit kein selbstbestimmtes Leben. Zunächst herrschten die Genuesen über Sardinien und Korsika. Die Korsen zogen sich daraufhin in ihre unwirtliche Gebirgswelt zurück und wurden zu Aufständischen. Mit Erfolg! Für die Dauer eines Jahres existierte ein korsisches Königreich, dann rief das Land die Unabhängigkeit aus. Genua verkaufte die Insel daraufhin an Frankreich und entledigte sich des leidigen Problems. Frankreich jedoch wollte die Unabhängigkeit nicht anerkennen und setzte sich mit dieser Ansicht im 18. Jahrhundert durch. Der italienischen Lebensweise der Korsen konnte dies indes nichts anhaben.

Die besten Campingregionen auf Korsika
Korsika lässt sich grob in vier Campingregionen unterteilen, die jeweils ihren eigenen Charakter haben. Die Ostküste zwischen Bastia und Porto-Vecchio ist das Camping-Zentrum der Insel mit grossen Ferienanlagen, Pools und langen Sandstränden – ideal für Familien mit Kindern. Die Westküste besticht durch wilde Buchten, spektakuläre Felsformationen und kleinere, naturnähere Campingplätze rund um das UNESCO-Welterbe Scandola. Im Süden locken die Kalksteinklippen von Bonifacio, die Lavezzi-Inseln und einige der schönsten Strände des Mittelmeers. Das Landesinnere um Corte bietet ursprüngliche Naturplätze an Flüssen und Bergen für alle, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen.

Die schönsten Campingplätze auf Korsika
Korsika hat über 200 Campingplätze – da fällt die Wahl schwer. Die meisten sind eher einfach gehalten: Laut ADAC erreichen nur zwei von 37 gelisteten Plätzen vier Sterne. Das ist aber kein Nachteil, denn gerade die naturbelassenen Stellflächen unter schattenspendenden Pinien und die unmittelbare Nähe zum Meer machen den besonderen Charme korsischer Campingplätze aus.
Der Camping Funtana a l’Ora bei Porto gehört zu den landschaftlich schönsten Plätzen der Insel. Er liegt spektakulär am Hang über dem Fluss, umgeben von Bergen der Spelunca-Schlucht. Die terrassierten Stellplätze zwischen Felsen bieten atemberaubende Panoramablicke – morgens klettert die Sonne über die Berggipfel, abends bringt sie die Bergspitzen zum Glühen. Der beheizte Pool, die familiäre Atmosphäre und das Abendprogramm machen ihn zu einem echten Geheimtipp. Wichtig: Der Platz eignet sich nur für Zelte und kleinere Fahrzeuge, grosse Wohnmobile haben auf den verwinkelten Zufahrten Schwierigkeiten.

Wer Luxus und Natur verbinden möchte, ist im Camping des Oliviers ebenfalls bei Porto richtig. Die atemberaubende Poolanlage, der gepflegte Olivenhain und die herzliche Gastfreundschaft heben diesen Platz hervor. Von hier aus erreichen Sie das Scandola-Reservat und die berühmten Calanques de Piana für unvergessliche Tagesausflüge. Das Pertamina Village bei Bonifacio überzeugt mit grossen Stellplätzen unter alten Olivenbäumen und Blick aufs Meer – nur fünf Fahrminuten von der spektakulären Festungsstadt entfernt. Am Camping Plage d’Ostriconi am Rand der kargen Désert des Agriates erleben Sie absolute Einsamkeit: Der Weg zum traumhaften Strand führt durch ein grünes Flusstal, das allein schon die Anreise wert ist.
Den Rebellen ein Rückzugsort, dem Reisenden ein Naturparadies
Die Stille der korsischen Bergwelt durchschneidet der Wanderweg GR20. Er gilt als einer der anspruchsvollsten Fernwanderwege Europas und führt mit seinen 180 Kilometern Länge über weite Strecken in Höhen von über 1.500 Metern. Der weniger anspruchsvolle Teil liegt einige Kilometer hinter dem Startpunkt Conca im Süden Korsikas zwischen Col de Verde und Col de Bavella. Sie übernachten in einfachen Refuges (Hütten mit Bettenlager) oder auf Biwakplätzen im eigenen Schlafsack. In der Zeit von Juni bis August kaufen Sie dort auch die Verpflegung ein, die Sie sonst im Rucksack mit sich tragen. Wichtig zu wissen: Wildcampen ist entlang des GR20 streng verboten, Betten und Zelte in der Hochsaison nur mit Vorreservierung zu bekommen.

Kleine, ruhige Campingplätze für Naturliebhaber
Grosse Ferienanlagen mit Animation sind nichts für jeden. Wer Ruhe, Natur und familiäre Atmosphäre sucht, findet auf Korsika zahlreiche kleine Campingplätze mit 30 bis 80 Stellplätzen. Die Ausstattung ist einfacher – saubere Sanitäranlagen, vielleicht eine kleine Bar mit Brötchenservice, aber kein Pool und keine Animation. Dafür echte Naturerlebnisse, persönlicher Kontakt zu den Betreibern und Plätze, die Sie so schnell nicht vergessen werden.
Der Camping La Rivière in der Alta Rocca liegt mitten im korsischen Urwald. Die Besitzer wohnen auf dem Platz und kümmern sich persönlich um ihre Gäste – viele Stammgäste kommen Jahr für Jahr wieder. Mit nur 60 Stellplätzen ist der Platz überschaubar, die Infrastruktur einfach, aber die Authentizität unübertroffen. Ähnlich ursprünglich geht es beim Camping Chez Antoine am Golf von Valinco zu: Direkt am Meer unter alten Olivenbäumen gelegen, bietet dieser winzige Platz entspannte Atmosphäre und frische Brötchen am Morgen. Die Sanitäranlagen sind etwas in die Jahre gekommen, aber sauber – und der Sonnenuntergang über dem Golf entschädigt für alles.

Camping im Inselinneren – Berge, Flüsse und Ruhe
Wer dem Küstentrubel entfliehen möchte, findet im Gebirge rund um Corte ursprüngliche Campingplätze. Bei Vivario und Venaco liegen einige Plätze, die durchaus als schönste Campingplätze auf Korsika gelten. Von hier aus geniessen Sie die Hochgebirgswelt im Mittelmeer auch ohne anspruchsvolle Wanderungen – zum Beispiel auf dem Camping aire naturelle Le Soleil, wo Sie Ihr Zelt aufstellen oder ein Chalet beziehen.
Der Camping de Tuani liegt nur 6 Kilometer von Corte entfernt direkt am Fluss Restonica – ein Paradies für Familien und Naturliebhaber gleichermassen. Hier finden Sie naturbelassene Plätze unter alten Bäumen, der natürliche Flusslauf mit seinen kristallklaren Gumpen ersetzt jeden Pool. Kinder können stundenlang in den natürlichen Becken planschen und Steine werfen, während Eltern im Schatten entspannen. Das Restaurant serviert korsische Küche mit Gemüse aus eigenem Garten und Pizza aus dem Holzofen – günstiger und authentischer als an der Küste. Von hier aus starten die berühmten Gumpen-Wanderungen in der Restonica-Schlucht. Solche und vergleichbare Campingplätze finden Sie entlang des Streckenverlaufs des GR20 bis in den Norden bei Moltifao als Gast auf dem Campingplatz Tizzarella mit Stellplätzen für Zelt oder Reisemobil und mit dem Meer in Sichtweite.
Camping mit Kindern auf Korsika
Korsika und Kinder – das passt perfekt zusammen. Flache Sandstrände, naturbelassene Gumpen zum Planschen, Esel zum Streicheln und jede Menge Abenteuer in der Natur. Die Korsen sind ausgesprochen kinderfreundlich, überall sind Familien willkommen. An der Ostküste konzentrieren sich die grossen Familienplätze mit Wasserparks und Kinderclubs.
Der Camping Arinella Bianca bei Ghisonaccia ist der erste 5-Sterne-Campingplatz der Insel und ein Paradies für Familien. Die Anlage erstreckt sich über 10 Hektar zwischen Pinien und Eukalyptusbäumen, direkt an einem feinen Sandstrand. Der Wasserpark mit drei Pools, darunter ein gesichertes Planschbecken für Kleinkinder, lässt Kinderherzen höher schlagen. Dazu kommen Kinderanimation, Kletterwand, mehrere Sportplätze und sogar ein Adults-Only-Pool, damit Eltern auch mal durchatmen können.
Der Camping Merendella bei Moriani-Plage bietet Mini-Club für 5- bis 7-Jährige und einen Junior-Club ab 9 Jahren. Besonders hervorzuheben: Das engagierte Team vermittelt Kindern spielerisch Umweltbewusstsein mit Recycling-Workshops und Naturerkundungen. Der Camping Marina d’Erba Rossa punktet mit tollen Wasserrutschen und einem breiten, flachen Sandstrand, der ideal für kleine Kinder ist. Die Animation läuft auf Französisch – perfekt für Kinder, die Kontakte knüpfen und nebenbei ihre Sprachkenntnisse aufbessern wollen.
Wer lieber naturnahe Plätze bevorzugt, findet auch abseits der grossen Anlagen familienfreundliche Alternativen. Der bereits erwähnte Camping de Tuani bei Corte bietet mit seinen Flussgumpen ein Naturerlebnis, das kein Wasserpark ersetzen kann. Der Camping Funtana a l’Ora bei Porto hat Eselreiten für Kinder im Programm und familienfreundliche Wanderwege beginnen direkt am Platz.

Tipp für Familien: In französischen Schwimmbädern sind Badeshorts verboten – packt enganliegende Badehosen für Jungs und Männer ein, sonst gibt es keinen Poolzugang! Die beste Reisezeit für Familien ist Juni oder September: angenehme Temperaturen um 25°C, weniger Trubel als im Hochsommer und günstigere Preise.
Camping mit Hund auf Korsika
Korsen lieben Hunde – die Insel hat sogar eine eigene Hunderasse, den „U Cursinu“, der seit über 500 Jahren als Hüte- und Hirtenhund gezüchtet wird. Über 140 Campingplätze heissen Vierbeiner willkommen, auf fast allen müssen Hunde an der Leine geführt werden.
Für die Einreise benötigen Sie den EU-Heimtierausweis mit eingetragener Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt) und einen Mikrochip zur Identifikation. Eine Leishmaniose-Impfung ist empfehlenswert, da die Krankheit durch auf Korsika verbreitete Sandmücken übertragen wird. Kampfhunde der ersten Kategorie dürfen nicht einreisen. Bei der Fährüberfahrt gilt: Den Hund niemals im Auto unter Deck lassen – dort herrschen oft über 35°C! Die meisten Fähren bieten spezielle Kabinen für Hundebesitzer, auf Deck gibt es Hunde-WCs.
Besonders hundefreundlich sind die langen Strände der Ostküste, während an der Westküste mehr Einschränkungen gelten. In der Hauptsaison sind Hunde an stark frequentierten Stränden oft nicht erlaubt – achten Sie auf die Beschilderung. Der Bodri Beach bei Île-Rousse ist bei Hundebesitzern sehr beliebt, ebenso der Caspiu Beach bei Porto, wo Hunde im Sand toben und im Meer schwimmen können. Abseits der Strände bieten sich die korsischen Flüsse als Abkühlung an: Die Naturbecken des Fango oder die Wasserfälle von Polischellu sind herrliche Alternativen zu überfüllten Sommerstränden.

Auf Wanderungen sind Hunde grösstenteils erlaubt, Leinenpflicht besteht fast überall. Der Mare a Mare Trail, der die Insel von Küste zu Küste durchquert, ist hundefreundlich. Im Ospedale-Wald bei Porto-Vecchio finden Sie schattige Wege für heisse Tage. Praktische Tipps: Wählen Sie einen schattigen Stellplatz unter Pinien, spülen Sie das Fell nach dem Baden mit Süsswasser ab (Salzwasser verursacht Juckreiz) und nehmen Sie fetthaltige Salbe gegen Risse an den Pfotenballen mit.
Die schönsten Strände Korsikas
Korsika ist berühmt für seine spektakulären Strände, die zu den schönsten im gesamten Mittelmeer zählen. Anders als auf dem Festland finden Sie hier noch einsame Buchten mit kristallklarem Wasser, das an die Karibik erinnert.
Der Strand von Palombaggia bei Porto-Vecchio gilt als einer der schönsten Strände Europas. Feiner weisser Sand, türkisfarbenes Wasser und rote Felsen bilden eine atemberaubende Kulisse. In der Hochsaison kann es voll werden – kommen Sie früh morgens oder in der Nebensaison. Gleich daneben liegt der Strand von Santa Giulia, eine langgezogene Bucht mit flachem Wasser, ideal für Familien mit kleinen Kindern.
Im Norden begeistert der Strand von Saleccia in der Désert des Agriates. Er ist nur per Boot oder über eine holprige Piste erreichbar – diese Abgeschiedenheit belohnt mit einem der unberührtesten Strände der Insel. Der benachbarte Lotu Beach ist ähnlich paradiesisch und etwas leichter zugänglich. An der Westküste sind Sandstrände seltener, dafür finden Sie spektakuläre Felsbuchten wie die Bucht von Girolata, die nur zu Fuss oder per Boot erreichbar ist und zum UNESCO-Welterbe gehört.

Für Camper besonders praktisch: Viele Campingplätze an der Ostküste haben direkten Strandzugang. Der Camping San Damiano, Arinella Bianca und Merendella liegen alle unmittelbar am Meer. An der Westküste bietet der Camping Torraccia bei Cargèse die seltene Kombination aus zwei Sandstränden in Gehdistanz.
Badeferien – Spass für die ganze Familie
Entlang seiner Küsten bietet Korsika eine grosse Auswahl an Campingplätzen für jeden Ferientyp. Hier kommen Familien unter, treffen sich junge Menschen aus aller Welt und Wassersportler geniessen Wind und Wellen vor der Insel. An der nördlichen Spitze, die sich als schmale Landzunge ins Meer schiebt und nur 300 Meter entfernt vom Wasser liegt der Campingplatz L’Isulottu. 80 beschattete Plätze bieten Erholung und rechtfertigen das frühzeitige Buchen eines Stellplatzes für die Hauptsaison. Das malerische Fischerdorf Centuri Port mit seinen bunten Booten ist der perfekte Tagesausflug von hier aus. Zwischen den schroffen Felsen suchen sich Badegäste einen Zugang zum Meer – auch wenn dies auf den ersten Blick schwierig erscheint, besitzt die felsige Küste einige versteckte Badebuchten.
Schönste Campingplätze auf Korsika an der Westküste
Beliebt bei Campern ist der Küstenverlauf unterhalb des Monte Cinto, dem höchsten Berg der Insel. An der Westküste reihen sich die Campingplätze wie Perlen aneinander – hier finden Sie kleinere, naturnähere Plätze als an der Ostküste. Die Region um Porto mit dem UNESCO-Welterbe Scandola ist ein Paradies für Naturliebhaber.
Einer der schönsten Plätze in dieser Region liegt in Calcatoggiao. Camping Torraccia befindet sich zwischen zwei Sandstränden, die auf Korsika eher selten anzutreffen sind, und ist von Juni bis August geöffnet. Etwas südlicher davon auf dem Campingplatz a Marina stehen Sie ungezwungen im Reisemobil direkt am Strand oder belegen eines der Mietobjekte. Der Camping Le Sagone bei Ajaccio verbindet Strandnähe mit sportlichen Aktivitäten: beheizter Pool, Tennisplätze, Fitnessraum und ein 4 Kilometer langer Trimm-dich-Pfad im Olivenhain. Im Juli und August gibt es Kinderclub und Abendanimation – ein guter Kompromiss für Familien, die nicht auf einen der Riesenplätze an der Ostküste wollen.

Der Süden Korsikas – Bonifacio und die schönsten Buchten
In Sichtweite zur Nachbarinsel Sardinien sind auf korsischer Seite einige der schönsten Campingplätze der Insel gelegen. Von hier aus lohnt ein Ausflug ins Nachbarland zum direkten Vergleich – die Fähre von Bonifacio nach Santa Teresa di Gallura braucht nur eine Stunde. Der Süden rund um Bonifacio und Porto-Vecchio gilt als landschaftlich reizvollste Region Korsikas. Die Kalksteinklippen von Bonifacio, auf denen die Altstadt thront, bieten spektakuläre Ausblicke. Von hier starten Bootstouren zu den Lavezzi-Inseln, einem kleinen Paradies mit kristallklarem Wasser, das perfekt zum Schnorcheln geeignet ist.
Das Pertamina Village liegt nur fünf Fahrminuten von Bonifacio entfernt und bietet grosse, schattige Parzellen (über 90 m²) unter alten Olivenbäumen. Der beheizte Pool mit Unterwasserstrand ist ideal für Kinder, die ruhige Atmosphäre perfekt für Erholungsuchende. Mit Preisen ab 23 Euro pro Nacht gehört der Platz zu den günstigeren 4-Sterne-Optionen. An der Südspitze Korsikas zwischen Belvédère-Campomoro und Porto-Vecchio finden sich zahlreiche weitere Möglichkeiten zum Camping. Um die wichtige Hafenstadt Porto-Vecchio herum sind Sie gut untergebracht – nutzen Sie dies zur Erholung nach langer Anreise und erkunden Sie von hier aus die traumhaften Strände Palombaggia und Santa Giulia.
Rund um Ajaccio, dem Geburtsort Napoleons
Ajaccio zieht sich in beträchtlicher Ausdehnung an der Westküste von Korsika entlang. Die quirlige Hafenstadt verbindet Geschichte mit mediterranem Lebensgefühl. Das ehemalige Haus der Familie Bonaparte ist heute ein Museum und ein lohnenswerter Ausflug. Daneben gibt es weitere Kunstsammlungen wie das Museum Fesch und die sehenswerte Kathedrale mit Gemälden berühmter Barockmeister.
Auch in der grössten Stadt der Insel finden Sie Campingplätze in Meeresnähe, in Ajaccio allerdings auf einem Plateau oberhalb des Wassers. Der Campingplatz Barbicaja zeichnet sich durch eine hervorragende Lage in unmittelbarer Nähe zum Strand aus. Für Feriengäste mit eigenem Reisemobil oder Zelt gibt es hier genügend Platz. Der Platz liegt nicht weit von der Stadt entfernt, weist aber dennoch eine ruhige Lage auf. Nehmen Sie einen tiefen Zug derselben Luft, die schon der französische Imperator geatmet hat.

Praktische Tipps für deinen Campingurlaub auf Korsika
Beste Reisezeit
Die meisten Campingplätze haben von Mai bis Oktober geöffnet, einige bereits ab April. Die Hauptsaison im Juli und August ist heiss (über 30°C) und voll – beliebte Plätze sind dann oft ausgebucht. Ideal sind Juni und September mit angenehmen Temperaturen um 25°C, weniger Trubel und günstigeren Preisen. Wer den GR20 wandern möchte, sollte ebenfalls Juni oder September wählen.
Anreise mit der Fähre
Die Fähre ist der klassische Weg nach Korsika. Von Nizza dauert die Überfahrt etwa 5,5 Stunden – die kürzeste Verbindung ab Frankreich. Von Marseille sind es rund 11 Stunden, meist über Nacht mit Kabine, was besonders für Familien praktisch ist: Die Kinder schlafen, und Sie kommen ausgeruht an. Auch von italienischen Häfen wie Livorno und Genua verkehren regelmässig Fähren. Tipp: Frühzeitig buchen, besonders in der Hochsaison und wenn Sie eine Kabine mit Hund benötigen.

Preise
Eine Übernachtung für zwei Personen mit Wohnmobil und Strom kostet durchschnittlich 25 bis 35 Euro pro Nacht. Luxuriösere Plätze mit Pool und Meerblick können 40 bis 50 Euro kosten. Einfache Naturplätze und „aires naturelles“ sind bereits ab 15 bis 20 Euro buchbar. Einige ausgewiesene Parkplätze erlauben kostenloses Übernachten – achten Sie auf Beschilderung.
Reservieren oder spontan?
Für grosse Plätze mit Pool in der Hauptsaison unbedingt reservieren. Für kleinere Naturplätze ist oft keine Reservation möglich oder nötig – wer früh am Tag kommt, hat die Platzwahl. Flexibles Reisen funktioniert auf Korsika gut, erfordert aber Gelassenheit.
Wohnmobil-Tipps
Korsika ist das Land der Kleinbus-Wohnmobilisten. Viele Bergstrassen sind eng und kurvenreich – mit grossen Wohnmobilen (über 7 Meter) wird es oft knifflig. Besonders an der Westküste und im Gebirge sind Vans und Kastenwagen im Vorteil. Nach der Fähre in Bastia: Rechts einordnen! Links kommt ein Tunnel mit nur 2,40 Meter Höhe.

Wildcampen auf Korsika – Streng verboten
Wie überall in Frankreich ist auch auf Korsika das wilde Campen streng verboten. Verstösse werden mit Bussgeldern bis 400 Euro geahndet. Besonders an beliebten Spots an der Küste und entlang des GR20 wird regelmässig kontrolliert. Nicht alle Inselbewohner sind dem Tourismus gegenüber aufgeschlossen und bringen dies auf deutliche Weise zum Ausdruck – dank einiger schwarzer Schafe, die beim Wildcamping erwischt wurden.
Alternative: Einige ausgewiesene Parkplätze erlauben das Übernachten und verfügen über Entsorgungsstationen für Wohnmobile. Diese sind entsprechend beschildert. Wichtig: Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ist offenes Feuer im Sommer streng verboten – auf Campingplätzen ist Grillen oft reglementiert oder ganz untersagt. Halten Sie sich unbedingt daran! Aufgrund der hohen Zahl der Campingplätze auf Korsika besteht zum Wildcampen zum Glück wenig Anlass.

Weitere Camping-Inspirationen am Meer
Du planst noch weitere Camping-Abenteuer? Dann wirf einen Blick auf unsere Guides zu Camping auf Sardinien – der Nachbarinsel mit karibischen Stränden, die per Fähre von Bonifacio aus in nur einer Stunde erreichbar ist. Oder entdecke die französische Atlantikküste: Camping in Biarritz bietet Surfer-Flair und baskische Kultur, während Camping in der Bretagne mit rauen Küsten und keltischem Charme lockt.
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